Bronze in Wolfurt - knapp vorbei an Gold und Silber

Die Bronzemedaille bei einem stark besetzten internationalen Turnier ist ein sehr gutes Ergebnis. Doch zur Freude über das Resultat mischt sich auch etwas Enttäuschung darüber, dass es nur ganz knapp nicht zu mehr gereicht hat. Das alljährliche Erlebnis "FLATZ" war jedoch wieder ein Highlight zusammen mit dem Swiss Wrestling Team. 

In der ersten Runde musste ich gegen Yoni Grad aus Israel auf Betriebstemperatur kommen. Zwar konnte ich mich mit einem 7:4 Punktesieg durchsetzen, doch es gelang mir nicht dem Kampf ganz meinen Stempel aufzudrücken. Im Viertelfinale konnte ich gegen den für das österreichische Team ringende Raschid Abakarov schon mehr Akzente setzen und den Kampf etwas deutlicher mit 8:2 Punkten für mich entscheiden. 

Dann im Halbfinale gegen Jules Gardette aus dem französischen Team die Situation, die zu meinem gemischten Fazit führte. In einem zermürbenden Kampf, der sehr defensiv geprägt war, konnte ich bis kurz vor Schluss eine 2:0 Punkteführung behaupten. Mir war klar, dass dieser Sieg und damit die Qualifikation für das Finale auf sehr sandigem Boden gebaut war. Entsprechend wachsam war ich darauf konzentriert nicht kurz vor Schluss noch eine Punktewertung abzugeben. Doch meine Befürchtung bewahrheitete sich. Mit einem unerbittlichem Überraschungsangriff zwang der Franzose mich in die Knie und der Kampf endete mit 2:2 Punkten. Da mein Kontrahent die letzte Wertung für sich beanspruchen konnte, war klar, dass ich denkbar knapp an der Finalqualifikation vorbeigeschrammt war. 

 

Das sich der Franzose nachher im Final auch deutlich gegen einen Österreicher durchsetzte und sich den Tagessieg sicherte, war mir in diesem Moment nur ein kleiner Trost. 

 

Mir gelang im kleinen Final um Bronze noch ein versöhnlicher Abschluss. Gegen meinen Swiss Wrestling Teamkollegen Florian Bissig von den RC Willisau Lions gelang mir ein deutlicher 10:0 Sieg durch technische Überlegenheit. Die Bronzemedaille stand fest.

Besonders gefreut habe ich mich neben den anderen Resultaten meiner Kollegen aus dem Schweizer Nationalkader vor allem über den Erfolg meines Bruders, der in seiner Kategorie ebenfalls die Bronzemedaille gewann. Auch meine Vereinskolleginnen zeigten ihre Klasse: Glückwunsch Svenja Jungo zum Sieg in ihrer Kategorie und Gold, sowie Eveline Lötscher zur Silbermedaille und Noah Schwaller zu Bronze. Auch wenn wir stolz die Farben der Swiss Wrestling Federation vertreten haben, schwingt ein bisschen Seisler-Stolz in Anbetracht dieser tollen Ergebnisse auch mit.

 

In der kommenden Woche geht es nun weiter mit dem Trainingslager in Freiburg im Breisgau, wo ich meine Nationalteamkollegen in meiner derzeitigen Wahlheimat begrüssen darf. 

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