"Médaille d'or" beim ersten Turnier des Jahres

Der OPEN CUP DU CREUSOT in Le Creusot im Osten Frankreichs war für meine Nationalkaderkolleginnen und mich die erste sportliche Pflichtaufgabe im Jahr 2020. Begleitet von meinem Stützpunkttrainer aus Freiburg Mario Sachs, der gleichzeitig auch für den Schweizer Frauenkader verantwortlich ist, konnten wir eine tolle Schweizer Bilanz erzielen. Viermal Gold lautete die erfreuliche Ausbeute.  

Mein Wettkampftag begann ideal. Gegen einen Ringer aus Grenoble gelang mir gleich in der ersten Runde ein Schultersieg, nachdem ich mir bereits eine 6:0 Führung erarbeiten konnte. Auch meinen zweiten Kampf gegen Issaev Magomed vom Club Nimes Lutte konnte ich dank 6 Punkten Differenz für mich entscheiden. Zwar musste ich zwei Punkte abgeben, doch mit dem 8:2 Punktesieg konnte ich meine Ambitionen auf den Tagessieg aufrecht erhalten. Mit andauerndem Turnierverlauf werden die Gegner in der Regel immer besser. In der dritten Runde stand ich Antoine Hangard vom US Creteil Lutte gegenüber, der zuvor schon meinen ersten Gegner, Magomed, in einer Punkteschlacht mit 19:8 besiegt hatte und einen weiteren Franzosen mit 10:0 durch technische Überlegenheit von der Matte gestellt hatte. Entsprechend wachsam war ich, um auch diese Hürde zu nehmen. Dass mir ein 10:0 Sieg durch technische Überlegenheit gelingen würde, hatte ich so nicht kalkuliert. Doch ich nutze die Chance, die sich mir bot, und punktete den Kontrahenten aus. 

 

Damit stand ich im Halbfinal. Doch auch mein Gegner dort, Rida Djeffal aus Lyon, hatte sich die Qualifikation mehr als verdient und war ohne Niederlage in den Halbfinal gekämpft. Es stand der bis dahin an diesem Tag schwierigste Kampf für mich an, der auch mit dem bisher knappsten Ergebnis entschieden wurde. Dank einer Zweierwertung Vorsprung durfte ich mich beim Endstand von 7:5 über den Finaleinzug freuen. 

 

Silber war damit sicher - Gold zum greifen nah. Khalid Khataev aus dem fernen Le Mans hatte sich mit einer fulminanten Leistung ebenfalls für den Final qualifiziert. Nach Punktgewinnen auf beiden Seiten musste auch dieser entscheidende Match um den Turniersieg über die volle Distanz ausgetragen werden. Beim Abpfiff verriet mir der Blick auf die Anzeigentafel, dass es gereicht hatte: 7:3 Punkte und damit GOLD!

 

Mein Jahresauftakt verlief damit voll nach Plan. Das unter den erfolgreichen Schweizer Athletinnen auch meine Vereinskollegin der RS Sense Eveline Lötscher eine tolle Leistung zeigen konnte, die ebenfalls mit Gold belohnt wurde, freut mich doppelt. 

Mit diesem Resultat ist eine gute Grundlage für 2020 gelegt. Damit aus diesem ersten Erfolg eine positive Serie werden kann heisst es jetzt weiter hart trainieren, damit ich dann für die qualitativ noch besser besetzten Wettkämpfe im Jahresverlauf optimal vorbereitet bin. 

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