Im oberen Mittelfeld beim grössten Turnier Europas

Die Wettkampfpause im März habe ich mit der intensiven Vorbereitung auf die nächsten sportlichen Herausforderungen verbracht. Das erste Highlight stand am vergangenen Wochenende in Tallin auf dem Programm. Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen konnte ich mich beim grössten Turnier Europas im oberen Mittelfeld platzieren. 

Zwei Siege, zwei Niederlagen: Mein Weg zu Rang 7

Nach dem Wiegen stand fest, dass ich in der Kategorie FS-03 bis 55 kg antreten würde. Mit mir waren ganze 16 Konkurrenten in dieser Kategorie. Gleich mein erster Gegner, Lukkevics aus Lettland, stellte sich als äusserst unbequem heraus. Es gelang mir nicht in den Kampf zu finden und so musste ich mich mit einem deutlichen 0-10 geschlagen geben und diese bittere Startniederlage hinnehmen. 

 

Der Einstieg in das Turnier war damit missglückt. Den Ärger darüber setzte ich im zweiten Kampf jedoch in Leistung um. Erneut gegen einen Letten, Burca, konnte ich zumindest im Länder-Duell Revanche nehmen. Mit dem deutlichen 11-2 Punktesieg war ich auch mental im Turnier angekommen und top motiviert für die kommenden Aufgaben. Die erste dieser sportlichen Aufgaben folgte in Gestalt von Suuder aus Estland. Ein weiterer Gegner aus dem Baltikum also. Erstmals an diesem Tag spürte ich ausreichend Selbstvertrauen und Sicherheit und so konnte ich ungefährdet einen vorzeitigen Sieg mit 10-0 durch technische Überlegenheit erkämpfen. 

 

Damit stand fest, dass ich im nächsten Kampf bereits um eine Medaille kämpfte. Allerdings war der Weg dorthin mit einer echten Herkulesaufgabe verbunden. Der bis dahin ungeschlagene Russe Vagabov war als Favorit in dieser Kategorie gestartet. Wie auch schon seine Kontrahenten zuvor, musste auch ich eingestehen, dass ich gegen den starken Russen an diesem Tag keine Chance hatte. Zwar konnte ich drei Minuten lang Gegenwehr leisten, doch am Ende war das Ergebnis mit einer 0-10 Niederlage recht deutlich. 

 

Damit stand für mich der 7. Rang fest. Natürlich ärgere ich mich darüber, dass ich es bereits im ersten Duell verpasst habe eine gute Grundlage für einen möglichen Medaillengewinn zu legen. Aber ich nehme auch die positive Erfahrung und Erkenntnis mit, dass ich auf internationalem Niveau grundsätzlich mithalten kann. 

 

Eine tolle Teamleistung

An diesem Wochenende war ich mit dem "Cadre Romande" unterwegs. Die Regionalkader-Equipe, zu der auch fünf meiner Vereinskolleginnen und Kollegen von der RS Sense gehören. Einige meiner Teamkollegen zeigten herausragende Leistungen und konnten sich gegen das internationale Teilnehmerfeld durchsetzen. Die Goldmedaillen der Schwestern Eveline und Miriam Lötscher ragen besonders heraus. Aber auch die Bronzemedaille meines Bruder Melvin und von Svenja Jungo sind aller Ehren wert. Ebenso wie die Bronzemedaille des Genfers Théry Chardonnens. Gratulation und Respekt meinen Teamkolleginnen und Kollegen zu diesen Leistungen.  

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